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Kandierte Blüten halten den Frühling frisch

18 Jul

Essbare Blüten

Seit einigen Jahren kommen sie auf dem gedeckten Tisch immer mehr in Mode: essbare Blüten. Dabei waren sie auch früher schon beliebt, gerieten dann aber in Vergessenheit. So manche Großmutter kann noch erzählen, wie die Speisen daheim mit Veilchen gewürzt oder mit Ringelblumen gefärbt wurden. Und kandierte Rosenblätter waren früher auch kein Geheimtipp für die Hochzeitstorte.
Mittlerweile hat die gehobene Küche die essbare Farbenpracht wiederentdeckt. Suppen und Salate werden nun regelmäßig mit Gänseblümchen und Kapuzinerkresseblüten, Süßspeisen mit Veilchen und sogar Stiefmütterchen veredelt.

Allerdings kann man nicht einfach Mutters Blumenbeet plündern – Zierblumen sind häufig gespritzt und daher nicht zum Verzehr geeignet. Am besten kauft man fertige Blütenmischungen oder Samenmischungen, die extra für essbare Blüten augewiesen sind. Die Blüten sollten sofort nach dem Auspacken oder Abzupfen verzehrt werden, da sie schnell anfangen zu welken und ihr Aroma verlieren.
Wer die bunte Pracht länger genießen möchte, der ist mit kandierten Blüten gut beraten. Süße Veilchen- oder Jasminblüten verleihen einer Schale Eis mit Erdbeeren oder einem Glas Champagner eine individuelle, im wahrsten Sinne geschmackvolle Note. Kandierte Minzblätter passen dagegen zu dunklen Pralinen, einer frischen Zitronencremetorte und natürlich einer gemütlichen Tasse Tee.

Einige wenige bastelbegabte Menschen haben sich darauf spezialisiert, die zarten Blüten zu kandieren. Dazu werden sie mit einer Lösung zur Stabilisierung des Aussehens und Aromas bestrichen, mit Zucker bestreut und im Ofen getrocknet. Sowohl die Rezepte für die Tinkturen, die den Blüten Wasser entziehen, als auch der ausgewählte Zucker und die Temperatur zur Trocknung sind bei jedem Hersteller anders und in der Regel geheim. Für Hobbyköche, die sich am Blütenkandieren versuchen möchten, sind Rosenblätter sicher am besten geeignet. Die recht großen und widerstandsfähigen Blüten werden mit leicht schaumig geschlagenem Eiweiß bestrichen und in Zucker gewendet. Dann lässt man sie im Backofen etwa eine Stunde bei ca. 50° C trocknen. Wenn die Blüten trocken aufbewahrt werden, halten sie sich so mehrere Monate.

Viel Spaß beim Ausprobieren und Naschen!

 

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